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Aktuelle Neuerungen zur EnEV 2014

Änderungen beim Energieausweis:

  • Die Modernisierungsempfehlung ist jetzt fester Bestandteil des Energieausweises!
  • Energieeffizienzklassen A+ bis H für Wohngebäude
  • Darstellung der Bandtachos nur noch bis 250 kWh/(m2a)
  • Vorlagepflicht des Energieausweises besteht bereits bei der 1. Besichtigung
  • Nach Vertragsabschluss muss dem Käufer oder Mieter der Energieausweis unverzüglich übergeben werden.

Pflichtangaben in Immobilienanzeigen:

  • Art des Ausweises (Verbrauch oder Bedarf)
  • Endenergie
  • Wesentlicher Energieträger
  • Baujahr des Gebäudes
  • Energie-Effizienzklasse

Die Aushangpflicht für Nichtwohngebäude wurde erweitert:

  • bei starkem Publikumsverkehr, behördlicher Nutzung
  • seit dem 8. Juli 2015 >250 m2 Wohnfläche
  • private Eigentümer mit starkem Publikumsverkehr (nur wenn Ausweis vorliegt)

Besonderheit bei „Alten“ Ausweisen:

Pflichtangaben bei Immobilienanzeigen für die Endenergie bei Ausweisen die vor dem 1.10.2007 gem. EnEV 2002 und EnEV 2204 erstellt wurden

  • Endenergiebedarf als Summe der Energieträger
  • Art der Beheizung

Pflichtangaben bei Immobilienanzeigen für die Endenergie bei Ausweisen die vor dem 1.05.2007 gem. EnEV 2007 und EnEV 2009 erstellt wurden

  • Endenergiebedarf gemäß Seite 2 des Ausweises
  • ODER Energiebedarf inklusive WW-Bereitung (ohne Warmwasserbereitung zuzüglich 20 kWh/(m2a), bei gekühlten Gebäuden zuzüglich (6 kWh/m2a)

ACHTUNG: Besonderheit bei Verbrauchsausweisen:

Vor dem 1.10.2007 erstellte Verbrauchsausweise haben seit dem 30.10.2014 ihre Gültigkeit verloren!

Bußgeldregelung seit dem 1. Mai 2015

Bußgelder drohen bis zu 50.000 € wenn:

  • alte Heizkessel trotz Betriebsverbot genutzt werden
  • ungedämmte Leitungen nicht wie gefordert gedämmt werden
  • die oberste zugängliche Geschossdecke, welche nicht der Baunorm entspricht nicht pflichtgemäß gedämmt wird.

Bußgelder drohen bis zu 15.000 € wenn:

  • ein Verpflichteter den Energieausweis bei einem Verkauf oder Neuvermietung der Immobilien diesen nicht wie gefordert übergibt oder vorliegt.
  • Pflichtangaben (§ 16a) in kommerziellen Anzeigen nicht veröffentlicht werden.
  • Ab dem 01.05.2015 stellen fehlende Pflichtangaben in Immobilienanzeigen eine Ordnungswidrigkeit dar!

Kleiner Film zum Thema „Rechtssicher Vermarkten“ bei Verkauf oder Vermietung

 

Neues Mess- und Eichgesetz

Seit dem 1.1.2015 ist das neue Mess- und Eichgesetz in Kraft getreten welches die Messung des Verbrauchs von Strom, Gas, Wasser und Wärme (Wärmemengenzähler) betrifft. Heizkostenverteiler sind hiervon ausgenommen, da diese keine geeichten Zähler im Sinne des Eichgesetzes sind.

Für Vermieter und Wohnungseigentümergemeinschaften ist besonders die in § 32 MessEG geregelte Anzeigenplicht wichtig. D.h. alle neuen oder erneuerten Messgeräte müssen nun innerhalb von 6 Wochen nach Inbetriebnahme an das zuständige Eichamt gemeldet werden.

Dies kann zur Vereinfachung auch auf elektronischen Weg geschehen. Ein Onlineverfahren steht auf der Webseite des Eichamts zur Verfügung. www.eichamt.de 

In der Anzeige muss die Geräteart, Anschrift des Verwenders, sowie ausführliche Angaben zum Gerät wie Hersteller, Typenbezeichnung und Jahr der Kennzeichnung (Eichjahr) übermittelt werden.

Verantwortlich für die Meldung an das Eichamt ist der Eigentümer! Wenn die gesetzlich vorgeschriebene Eichfrist abgelaufen oder erloschen ist, dürfen die Daten nicht mehr für eine Betriebskosten-, Nebenkosten- oder Heizkostenabrechnung verwendetwerden (§ 37 MessEG).

Bestellerprinzip 2015 – neue Vermietung für Vermieter

Das beschlossene Bestellerprinzip hat für Sie als Vermieter keinerlei Nachteile – im Gegenteil!

Bei einer Beauftragung kümmert sich jetzt nur ein Immobilienexperte Ihrer Wahl intensiv mit der erfolgreichen Vermietung Ihres Kapitals und Sie haben dabei keinerlei Arbeit.

Es sei denn, Sie wollen sich den Stress mit der Vermietung selber machen und oft bei vereinbarten Terminen allein da stehen???

Wohnungssuchende aus dem Ausland oder aus einer anderen Ecke Deutschlands zu erreichen wird nun zu einem Problem ohne Makler.

D.h. der Markt ändert sich… es werden nun endlich nur die Interessen des Vermieters (Auftraggeber) vertreten – heißt aber auch, dass finanziell schwache Wohnungssuchende jetzt die Leidtragenden sind. Wohnungssuchende bei Bezahlung über das Jobcenter werden es besonders schwer haben und kaum noch vermittelbar sein.

Sie als Vermieter können die zusätzlichen Vermarktungskosten bei Ihrer Steuererklärung als Werbungskosten geltend machen. Und eine Umlegung der Vermittlungskosten auf eine durchschnittliche Vermietungszeit wird sich bestimmt durchsetzten. Durch die „Mietpreisbremse“ wird jetzt bestimmt der Staffelmietvertrag wieder aktiviert, welcher ausgenommen von den debattierten Problemzonen wie München, Frankfurt oder Hamburg, gar nicht mehr so relevant war.

Neue Informationen zum Bestellerprinzip – unechtes Bestellerprinzip!

Das vielfach diskutierte Bestellerpinzip (Vermietung) wurde nun am 24.02.2015 von der Bundesregierung im Koalitionsausschuss endgültig beschlossen. Damit können Wohnungsvermittler in Zukunft grundsätzlich keine Provision mehr vom Wohnungssuchenden verlangen.

Dringend erforderliche Nachbesserungen wurden leider nicht vorgenommen und zurück gewiesen.

Thema Suchauftrag: was aber wenn Sie aus dem Ausland eine Wohnung suchen oder vom Norden in den Süden umziehen wollen und somit dringend bei der Suche auf Hilfe angewiesen sind weil Sie nicht ständig vor Ort sein können?

Bevor das Bestellerprinzip in Kraft tritt, muss der Gesetzentwurf noch vom Bundesrat verabschiedet werden.

Alles nicht wirklich durchdacht – es wird spannend …