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Interessantes & Wissenswertes rund um das Thema Immobilien

Die Besichtigung – Infos für Privatverkäufer

Sie möchten Ihre Wohnung oder Haus verkaufen und die ersten Besichtigungstermine stehen an.
Hier sollten Sie im Vorfeld einige Dinge beachten und Maßnahmen ergreifen.
Der erste Eindruck zählt! Sorgen Sie für ein angenehmes Wohngefühl, so dass sich der Kaufinteressent wohl fühlt. Die Chance Ihr Zuhause im besten Licht zu zeigen haben Sie nur ein einziges Mal.
Räumen Sie Ihre Wohnung oder Haus auf, putzen und lüften Sie alle Räume – jedoch sollte keine sterile Atmosphäre entstehen. Hilfreich ist, wenn Sie z.B. den Esstisch eindecken oder ein paar Gläser und Blumen dekorieren.
Im Winter sind angenehme Temperaturen wichtig – besonders bei leer stehenden Objekten.
Lassen Sie Licht herein. Aufgezogene Rollläden, Vorhänge und beleuchtete Räume wirken
freundlicher.
Sorgen Sie während der Besichtigung für Ruhe. Die Anwesenheit von vielen Personen wirkt störend – auch Haustiere wie Hund oder Katze sollten Sie für die Zeit nicht frei rumlaufen lassen. Nicht alle Menschen sind Tierliebhaber oder vertragen die Anwesenheit z.B. bedingt durch Allergien.
Führen Sie vor dem Hausverkauf keinesfalls größere Renovierungsmaßnahmen oder Neuanschaffungen durch. Sie kennen den Geschmack des Käufers nicht und vielleicht will dieser ihre Immobilie nach seinen Vorstellungen umbauen. Ausnahmen sind z.B. ein Wasserschaden oder Schäden die den Werterhalt der Immobilie beeinflussen könnten.

Pflegen Sie Ihren Garten und Eingangsbereich. Ein gemähter Rasen, saubere Wege und vielleicht sogar blühende Blumen oder schöne dekorative Pflanzen wirken Wunder.

Private Verkäufer sind oft dazu geneigt dem Kaufinteressenten zu erklären, was Sie alles selbst eingebaut haben oder was man verändern kann. Die Kaufinteressenten haben jedoch meist eigene Vorstellungen.
Halten Sie sich deshalb bei der Besichtigung diskret im Hintergrund und beantworten Sie nur die an Sie gestellten Fragen. Verschweigen Sie jedoch keine unsichtbaren, oder auf den ersten Blick nicht sichtbare Mängel, sonst ist der Ärger vorprogrammiert und Sie könnten in die Haftung genommen werden.

Energieausweis ist Pflicht

Da ich im täglichen Geschehen immer wieder feststellen muss, dass Vermieter und Verkäufer nicht genügend über den Energieausweis aufgeklärt sind, möchte ich hier darauf eingehen.

Der Energiepass ist seit 1. Januar 2009 für alle Wohngebäude und seit 1. Juli 2009 auch für alle Nichtwohngebäude gesetzliche Pflicht.

Wer sein Haus verkauft oder vermietet, muss ihn dem Interessenten zugänglich machen. Ausgenommen hiervon sind Gebäude mit nicht mehr als 50 m² Fläche und Baudenkmäler (§ 16 Abs. 4 EnEV). Für selbstgenutzte Immobilien besteht ebenfalls keine Ausweis-Pflicht – zumindest solange diese nicht verkauft oder vermietet werden sollen

Auf Grundlage der Energieeinsparverordnung EnEV 2009 liefert der Energieausweis / Energiepass Daten über die Energiebilanz eines Gebäudes und ist damit ein einheitliches energetisches Qualitätssiegel für Wohn- und Nichtwohngebäude. Mieter und Käufer können so abschätzen, wie hoch in etwa die zu erwartenden Heiz- und Warmwasserkosten einer Immobilie sein werden.

Eigentümern, die bei einer Vermietung oder einem Verkauf keinen Energieausweis vorlegen können, droht ein Bußgeld. Übrigens: Für Neubauten ist der Ausweis bereits seit 2002 Pflicht.

Eigentümer von Wohngebäuden, die bis 1965 errichtet wurden, mussten sich spätestens im Juli 2008 einen Energiepass zulegen, sofern die Immobilie neu vermietet oder verkauft werden sollte. Für neuere Gebäude ist der Energieausweis seit Januar 2009 Pflicht. Für Nichtwohngebäude (zum Beispiel Büro- und Verwaltungsgebäude) lautete die Frist 1. Juli 2009.

Bei Verkauf oder Vermietung einer Eigentumswohnung trifft die Pflicht den vermietungs- bzw. verkaufswilligen Wohnungseigentümer. Der Wohnungseigentümer hat gegen die Eigentümergemeinschaft dann einen Anspruch auf rechtzeitige Bereitstellung des Ausweises. Auch die Kosten sind von der Eigentümergemeinschaft zu tragen.

Energieausweise werden für zehn Jahre ausgestellt. Vermieter oder Verkäufer erfüllen daher ihre gesetzliche Pflicht, solange der Ausweis nicht älter als zehn Jahre (gerechnet ab Ausstellungstag) ist. Wurde ein Ausweis erstellt, muss regelmäßig auch bei (wesentlichen) Änderungen am Gebäude kein neuer Ausweis gefertigt werden (Ausnahme: das gesamte Gebäude wird neu gerechnet).

Jetzt ist er online…

unser Blog ist nun online unter http://blog.felzmann-immobilien.de

Viele Grüße

René Felzmann